Implantation Knieprothese / Künstliches Kniegelenk / Knie TEP – Die OP (Teil 2)
Die
Operation im Detail: Vor der Operation Knie TEP wird an den vorhandenen
Röntgenbildern die präoperative Planung durchgeführt. Es wird eine
Planungsskizze angefertigt in der die Korrekturwinkel und evtl. die Winkel für
die Sägeschablone angezeichnet werden. Nach Einleitung der Narkose und Anlage
eines sogenannten 3 in 1 Katheters (Schmerzkatheter in den Oberschenkel) zur
Schmerztherapie wird eine Blutleere des zu operierenden Beines
angelegt. Dazu wird nach Kompression des Beines mit einer Rollmanschette eine
pneumatische Oberschenkelmanschette geschlossen. Im Bein besteht nun für die
Operationszeit eine relative Blutleere.
Die Operationstechnik ist abhängig von
Prothesentyp und ist hier vereinfacht beschrieben. Über einen Hautschnitt an
der Vorderseite des Kniegelenkes wird das Kniegelenk eröffnet. Das Gelenk wird
dargestellt und die Kniescheibe nach außen zur Seite gehalten. Es werden
verschiedene Hebel eingesetzt, um die Weichteile zur Seite zu
halten und eine ausreichende Übersicht zu bekommen. Entzündliches
Gelenkinnenhautgewebe wird entfernt. Der Innen- und Außenmeniskus und das
vordere Kreuzband werden entfernt.
Implantation Knieprothese / Künstliches Kniegelenk / Knie TEP – Die OP (Teil 1)
Vorbereitung
zur Operation: 6-8 Stunden vor der Operation muss der Patient im
nüchternen Zustand sein, also nicht essen und trinken, nicht Rauchen oder Kaugummi kauen. Medikamente, die der
Patient einnehmen muss, können weiterhin eingenommen werden (mit einem kleinen
Schluck Wasser). Das Bein, welches operiert wird, wird entsprechend vor der
Operation rasiert. Der Patient befindet sich in Rückenlage und es kommt zum
Anlegen einer Oberschenkelblutleere: es
wird eine Blutdruckmanschette um den Oberschenkel gelegt, das Blut wird durch
die Kompression körperwärts aus dem Bein
gedrückt, die Blutdruckmanschette wird geschlossen. Ziel solch einer
Oberschenkelblutleere ist eine relative Blutleere des Beines, so kann die
Operation des Kniegelenkersatzes ohne Blutungen durchgeführt werden. Alternativ kann die Operation auch ohne Blutsperre durchgeführt werden. Das ist z.B. bei schweren Arterienverkalkungen ratsam, um keine Plaques an den Gefäßwänden zu lösen. Außerdem hat diese Technik den Vorteil, dass kleine Blutgefäße sofort mit einem Elektrokauter verödet werden können. Anschließend wird das Bein entsprechend desinfiziert und es folgt das Abdecken
des Operationsgebietes mit sterilen Tüchern.
Narkose: Die Dauer der Operation beträgt in etwa 90-120
Minuten, ebenso die Narkosedauer. Nach der Lagerung des Patienten auf dem
Operationstisch und noch vor Anlage der Blutleere beginnt die Narkose. Meist wird eine Vollnarkose durchgeführt, manchmal auch eine Spinalanästhesie oder eine Periduralanästhesie.
Das
OP-Team: Im Operationssaal ist anwesend der
Operateur und in aller Regel zwei Assistenten, ein Anästhesist ggf. mit einem
Assistenten. Es befindet sich eine instrumentierende Operationsschwester im
Operationssaal, die dem Operateur während der Operation die Instrumente
anreicht und die Operationsinstrumente vorbereitet. Ein Springer kann im
Bedarfsfall Verbrauchsmaterialien anreichen.
Dauer
der Operation: Bei
unkompliziertem Operationsverlauf dauert der Eingriff zur
Kniegelenkstotalendoprothese ca. 1,5 bis 2 Stunden.